Wie fühlt sich Hypnose an?

Erfahren Sie, wie sich Hypnose anfühlt.

Sie haben die freie Wahl, ob sitzen oder liegen, machen Sie es sich bei uns erst einmal bequem, denn Hypnose ist wie Wellness - eine absolute Entspannung des ganzen Körpers und des Geistes. 

Sie fühlen sich überhaupt nicht "bewusstlos" oder irgendwie „besonders“. Viele Menschen denken, sie seien gar nicht hypnotisiert gewesen, weil sie ähnliche Erfahrungen jeden Tag machen, beim lesen eines Buches, beim Fernseh schauen oder beim Tagträumen.  Sie bekommen alles mit!

Wenn wir Sie langsam aus dem vollkommen entspannten Zustand der Hypnose geholt haben, kann es vorkommen, dass Sie sich nicht sofort an bestimmte Teile der Sitzung erinnern können. Die Erinnerung kommt aber nach wenigen Minuten wieder zurück. Nach einer sehr tiefen hypnotischen Trance kann der Eindruck entstehen ,als hätten Sie geschlafen - Ihr Geist war aber die ganze Zeit hellwach.

Was ist Hypnose?

Die Geschichte der Hypnose

Wissenschaftler vermuten, dass die Menschen bereits schon 3000 v. Chr. hypnotisiert haben. Dies belegen diverse Keilschriften der Sumerer (das Älteste bekannte Kulturvolk).

Auch die Ägypter schrieben vor über 3000 Jahren Anleitungen auf Papyrus. Hypnose wurde von Franz Anton Mesmer schließlich als Magnetismus bezeichnet. Erst zwischen 1795-1860 bekam sie durch James Braid die Bezeichnung Hypnose. Das Wort Hypnose wurde vom griechischen Begriff  "Hypnos" abgeleitet, was mit Schlaf übersetzt wird. Denn man ging ursprünglich davon aus, dass sich die hypnotisierte Person  in einem schlafähnlichen Zustand befindet.

Sigmund Freud und August Forel erforschten die Hypnose mit teilweise skurrilen Experimenten. Als sich Milton Erickson der Hypnose annahm und sie weiterentwickelte, erlebte Sie eine Renaissance.

Auch die heutige Hypnose wird ständig weiterentwickelt und mit anderen Behandlungsmethoden kombiniert, so dass das Anwendungsspektrum weiter wächst.

Begriffe aus der Hypnose - kurz erklärt

Fachchinesisch - Deutsch

Die hypnotisierte Person wird  als Hypnotisant oder Proband bezeichnet, während die hypnotisierende Person  Hypnotiseur genannt wird. In der Hypnotherapie kann der Proband auch als Patient oder Klient benannt werden.

Es werden grundsätzlich zwei Formen der Hypnose unterschieden.

Unter Fremdhypnose oder auch Heterohypnose wird verstanden, wenn  Hypnotiseur und  Hypnotisant  verschiedene Personen sind. Übernimmt der Proband sowohl den Part des Hypnotiseurs als auch den der hypnotisierten Person, wird dies als Selbsthypnose bezeichnet.

Während des Hypnosevorgangs wird der Proband in eine hypnotische Trance versetzt.
Man spricht hier von einer Induktion.

Zur Vertiefung der Hypnose wird der Proband kurz aus der Trance geholt, um wenig später wieder zurück in Trance versetzt zu werden. Diesen Vorgang bezeichnet mal als Fraktionierung. (Vertiefung des hypnotischen Zustands)

Unter Exduktion versteht man das Ende einer hypnotischen Trance. Der Proband wird dabei durch exduktion oder einfach gesagt, durch auflösen der hypnotischen Trance aus der Hypnose geholt und zurück in den Wachzustand versetzt.

Um nachhaltig auf das Unterbewusstsein einzuwirken, werden während der Hypnose sogenannte Suggestionen gesetzt. Suggestionen sind in Worte gefasste Anweisungen, die zielgerichtet im Unterbewusstsein verankert ihre Wirkung tun.

Soll die Wirksamkeit der Suggestionen nachhaltig wirken, sich also auch nach Abschluss der Hypnose fortsetzen, spricht man von  posthypnotischen Suggestionen. In diesem Fall ist vor allem Vertrauen in den Hypnotiseur eine wichtige Voraussetzung für die Wirksamkeit der zu setzenden Suggestionen, ebenso seine fachliche Kompetenz.

Handelt es sich um eine Selbsthypnose oder Autohypnose, setzt dies Selbstvertrauen bzw Selbstbewusstsein voraus.